03.08.17

VG Wort fordert 50 Millionen Euro von Verlagen zurück

Nachdem die Verwertungsgesellschaft VG Wort Ende Juli Rückforderungsschreiben an rund 1800 Verlage verschickte, die am Verzichtsverfahren teilgenommen hatten, müssen diese nun 30 Millionen Euro für Tantiemen der Jahre 2012 bis 2015 zurückzahlen. Mit ihren Verzichterkärungen hatten etwa 26 000 Autorinnen und Autoren auf ihre Nachausschüttungen verzichtet, um ihre Verlage an den Tantiemen der VG Wort zu beteiligen. Das zu Unrecht erhaltene Geld muss nun von den Verlagen innerhalb von 30 Tagen an die VG Wort gezahlt werden. Daneben fordert die VG Wort weitere 20 Millionen Euro von Verlagen zurück, die keine Verzichtserklärung eingereicht haben.

Im November 2016 war noch von Rückforderungen in Höhe von 100 Millionen Euro undefinedausgegangen worden, die sich auf den Gesamtbetrag aller Ausschüttungen bezogen hatten, die in den Jahren 2012 bis 2015 an die Verlage bezahlt worden waren. In dem sogenannten Vogel-Urteil des undefinedBundesgerichtshofs vom 21. April 2016 (Az. I  ZR 198/13) wurde jedoch die bis dahin geübte Praxis der Verlegerbeteiligung an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften untersagt, sodass die Forderung der VG Wort nun nur Ausschüttungen für die gesetzlichen Vergütungsansprüche, nicht aber für ausschließliche Nutzungsrechte umfasst. Damit reduziert sich die Gesamtforderung auf etwa 85 Millionen Euro, wovon zeitnah etwa 30 Millionen Euro von solchen Verlagen zurückbezahlt worden seien, die nicht an dem von der VG WORT angebotenen Verzichtsverfahren teilgenommen haben. Daher bleibt eine Summe von 50 Millionen Euro offen.

Quelle: undefinedbuchreport.de

Von: Alexandra Wachtel

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