07.05.18

Münchener Note: Gemeinsame Forderungen der Künstler und Museen

Künstlerverbände, Museen und die Verwertungsgesellschaft (VG) Bild-Kunst fordern eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf deutscher und europäischer Ebene zur vereinfachten Sichtbarmachung von Kunst im Internet. Am 15. Februar 2018 veröffentlichten sie zu diesem Zwecke die „Münchener Note“, die die gemeinsame Position zusammenfasst und vom Bundesverband Bildender Künstler und Künstlerinnen (BBK), dem Deutschen Künstlerbund und diversen namenhaften Museen unterzeichnet wurde.

Hintergrund der Forderung ist, dass Kunst gegenwärtig im Internet nicht sichtbar gemacht werden darf, da das Urheberrecht selbst und alle mit dem Urheberrecht verbundenen Rechte erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlöschen, § 64 UrhG. Dies hat zur Folge, dass die Werke erst nach Ablauf der Frist kostenfrei und uneingeschränkt online zugänglich gemacht werden können. Alleine in den Münchener Pinakotheken sind derzeit circa 15.000 Kunstwerke betroffen, beinahe die Hälfte an Abbildungen von Werken aus der Sammlung bleibe im Digitalen verborgen. Die Unterzeichner fordern daher einen fairen Ausgleich zwischen dem Interesse der Gesellschaft am Zugang zu Abbildungen von urheberrechtlich geschützten Werken und den Rechten der Bildurheber. Es solle eine „verwertungsgesellschaftspflichtige gesetzliche Lizenz nach dem Vorbild der bereits bestehenden Schrankenregelungen im Bildungsbereich“ ermöglicht werden mit dem Ziel der Gestattung, Abbildungen der sich dauerhaft in ihren Sammlungen befindenden Werke im Internet zu veröffentlichen.

 

Quelle: bildkunst.de; urheber.info

Von: Alexandra Wachtel

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