12.09.17

"Spiegel TV" erwirkt einstweilige Verfügung gegen ARD-Magazin "Panorama"

Das Landgericht Hamburg untersagte dem ARD-Magazin "Panorama" am 7. September 2017 (Az. 308 O 287/17) mit einstweiliger Verfügung, eine Szene einzuspielen, die ursprünglich exklusiv in einer G20-Dokumentation des "Spiegel TV Magazins" gezeigt worden war. Sie diente dem ARD-Magazin als Beleg für Polizei-Gewalt während des G20-Gipfels und dokumentierte Polizisten, die auf Anwohner einschlugen. Eine Anfrage des NDR zur Freigabe des Materials zur Veröffentlichung als sog. Fremdmaterial bei "Panorama" lehnte "Spiegel TV" zuvor ausdrücklich ab.

Das Gericht entschied, dass die Interessen des innerhalb der ARD für "Panorama" verantwortlichen NDR weniger schwerwiegend beeinträchtigt worden seien als diejenigen von "Spiegel TV", da es sich bei der Szene um exklusiv aufgenommenes Spiegel-TV-Material handelte, das ein Kamerateam unter großen persönlichen Risiken während des G20-Gipfels gedreht hatte. Zudem sei das Vorgehen von "Panorama" nicht gedeckt durch das Zitatrecht, da die strittige Szene für den Bericht nicht unerlässlich sei.

Quellen: meedia.de; dwdl.de

 

 

Von: Alexandra Wachtel

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