07.07.17

EU-Parlament beschließt Europaversion der Blindenschranke

Das Europäische Parlament beschloss am Donnerstag, 6. Juli 2017, eine Urheberrechtsausnahme, nach der Blinden und Sehbhinderten ein verbesserter Zugang zu Büchern ermöglicht werden soll. Diese Urheberrechtsschranke fußt auf dem von der World Intellectual Property Organization (WIPO) im Juni 2013 beschlossenen Marrakesch-Vertrag.

Die Verhandlungsführer des Parlaments, des Rates und der Kommission der Europäischen Union hatten sich im Mai auf einen Gesetzestext verständigt, wodurch der Weg frei wurde für die Ratifizierung des undefinedMarrakesch-Vertrags. Mit der Abstimmung segnete das EU-Parlament mit über 600 Stimmen die undefinedRichtlinie und die undefinedVerordnung über grenzüberschreitenden Austausch geschützter Werke in für Blinde und Sehbehinderte zugänglicher Form ab. Die Richtlinie erlaubt Bibliotheken und Blindenorganisationen die Herstellung der Braille- oder Hörversion, die Verordnung hingegen regelt den grenzüberschreitenden Versand mit Drittländern.

Damit die Urheberrechtsschranke in den Mitgliedsstaaten in Kraft treten kann, müssen diese die Regelungen nun innerhalb eines Jahres umsetzen.

Quelle: undefinedEU-Parlament, Pressemitteilung v. 06.07.2017; undefinedheise.de

Von: Alexandra Wachtel

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